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Bezirksmusikfest 2008 ...klicken um zu vergrößern

 

 

 

 
   

In einem Jubiläumsjahr muss es ein paar Besonderheiten geben, um einen runden Geburtstag zu feiern. So setzte sich der Musikverein als Ziel, jedes Monat eine musikalische Veranstaltung über die Bühne gehen zu lassen. Außerdem erschien bereits im Vorjahr ein Kalender für das Jahr 2008, der anstelle der Musikerzeitung an alle Haushalte verteilt wurde. Jedes Register, YWB und Reservisten lachen von einem Monatsblatt. Die Organisation der vielen Fotoshootings in schrägen Kulissen (Flugplatz Linz, Volleyballplatz, Aisttal, Kirchturm) und des Sponsoring waren enorm. Damit zeichnete sich bereits ab, dass ein sehr arbeitsintensives Jahr bevorsteht. Ob da noch Zeit zum feiern bleibt?

Ein paar kurze Ergebnisse der Jahreshauptversammlung im Jänner: Katrin Pendlmayr (Klarinette) und Manuela Brandstötter (Marketenderin) erklären offiziell ihren Austritt. Monika Wöckinger wird als Marketenderin und Anna Kollroß (Klarinette) als aktive Musikerin in den Verein aufgenommen.

Auftakt des Jubiläumsjahres sowie der monatlichen Veranstaltungsreihe war ein Frühschoppen anderer Art: ein Jazzbrunch. Bei guter Jazzmusik und einem Buffet konnten sich die Gäste bis in den Nachmittag hinein unterhalten.
Alt bewährt aber immer noch gern gesehen und gehört sind die Faschingsblaser-Gruppen, die sich im Februar in Wartberger herumtreiben und jeden Haushalt mit Musik verwöhnen.
Im April folgten Eltern, Freunde und Verwandte von Wartberger Musikschülern in das Veranstaltungszentrum. Dort fand ein Konzertabend in Zusammenarbeit mit der Musikschule Pregarten statt.

„Nimm dir Zeit und sei dabei“ – Schon seit Monaten wurde die Werbetrommel für das Großereignis Bezirksmusikfest (30.Mai – 1. Juni 2008) gerührt. Die Vorbereitung und Organisation waren aufwendig, um das 3-tages Programm durchzuziehen:

  • Freitag: Zeltfest mit KeepCool
  • Samstag: Bezirksmusikfest mit 27 Kapellen in der Marschwertung, im Anschluss Festzeltvergnügen mit unserer Partnergruppe Mindelzell
  • Sonntag: Festgottesdienst und Frühschoppen mit maChlast

Die Aufbauarbeiten begannen bereits am Dienstag vor dem großen Wochenende. Ein starker Männertrupp musste her um zunächst das große Festzelt aufzubauen. Danach wurde bis Freitag Nachmittag gehämmert, Kabel verlegt, geschruppt und geputzt, Tische und Bars aufgestellt, Dekoration angebracht, Plakate aufgehängt, Bierfässer angeschlossen und es konnte losgehen. Wir waren gerüstet für ein starkes Wochenende!
Am Freitag fehlte es nicht an Partystimmung und die jungen Leute feierten bei der Musik von Keep Cool bis in die Morgenstunden.
Am Samstag traten 27 Musikkapellen zur Marschwertung an. Die Zuschauer bekamen bei herrlichem Sommerwetter viele farbig Trachten, schwungvolle Marschformationen (mit vielen Showprogrammen) und viele fesche Musiker, Musikerinnen und Marketenderinnen zu sehen.
Als letzte Kapelle marschierten wir Gastgeber in die auf uns wartende Zuschauermenge: Nach dem Pflichtprogramm formten wir uns zu Wellenbewegungen (Wellen der Aist). Diese gingen in Mühlräder über, die sich im Rhythmus der Musik bewegten. Den Abschluss bildete eine Verbeugungskette im Dominoeffekt.
Noch vor dem großen Festakt marschierten die Musikkapelle von Hagenberg, Katsdorf und Mindelzell ein.
Beim Gesamtspiel aller Musikkapellen wurde der „Pro Wartberg“ Marsch uraufgeführt. Er wurde vom Wartberger Josef Prokschi für unser 80jähriges Jubiläum komponiert.
Die Stimmung im Festzelt im Anschluss an die Marschwertung war gewaltig. Die Menge tobte, die Kellnerinnen liefen mit vollen Händen, das Bier rannte nonstop, der MV Mindelzell spielte und heizte ein. Das Zelt war gerammelt voll und kurzzeitig wurden unsere Hauptorganisatoren nervös, weil diverses Essen nachbestellt werden musste.
Die Ergebnisse der Marschwertung waren erfreulich: 16 Mal ausgezeichnet und elf Mal Sehr Gut – ein super Ergebnis. Auch wir durften uns über einen ausgezeichneten Erfolg mit 91 Punkten freuen. Bei dieser Gelegenheit überreichte uns der 1. Vorstand Werner Fischer unserer Freunde aus Mindelzell ein Gastgeschenk: Eine Eiche – ein Baum als Symbol für Stärke, Ewigkeit und Verbundenheit. Bürgermeister Erich Hackl half uns für diese einen geeigneten Platz in der Marktgemeinde zu finden.
Der Sonntag begann mit einem Festgottesdienst in der Pfarrkirche. YWB gestaltete diesen musikalisch und wir Musiker selbst durften nach zwei harten Arbeitstagen einmal nur zuhören. Obwohl viele von uns sicher gegen den Schlaf kämpften. Der Frühschoppen mit maChlast lies wieder gute Stimmung aufkommen. Sie unterhielten die Gäste noch bis in den Nachmittag.
Einen Großteil der Aufräumarbeiten konnten wir gleich im Anschluss erledigen. Trotzdem brachte das Fest auch im Nachhinein noch viel Arbeit. Vor allem im Bereich der Abrechnung und Zahlungsverkehr. Insgesamt lies sich aber sehr schnell ein positives und erfreuliches Ergebnis feststellen und Zufriedenheit in allen mitwirkenden Gesichtern.

Im Juli kam wieder jüngeres Publikum zum Genuss. Im Rahmen des Ferienspiels der Gemeinde organisierte das Jugendteam des Musikervereins einen Tag für Kinder. In einem Stationenlauf durften sie alles über Musik und Instrumente erfahren.
Im August lagen Arien- und Weisenklänge in der Luft. 13 Gruppen aus den umliegenden Gemeinden spielten vor der Wenzelskirche Arien und Weisen. Josef Miesenberger fürhte die vielen Besucher durch das Programm. Er erzählte Informationen über die Wenzelskirche, über die Musiker und gab natürlich auch sein Gedichte zum Besten.
Der Kabarettist Thomas Stipsits präsentierte sich im September im Wartberger Veranstaltungszentrum. Er spielte sein bisher bestes Programm „Cosa Nostra“.

In unserem Herbstkonzert führten wir die Top Ten der letzten 80 Jahre auf. Kapellmeister Helmut Danner versuchte mit der Auswahl der Musikstücke der Blasmusik den verstaubten Modergeruch zu nehmen und die Behauptung „Blasmusik ist immer modern und zeitgemäß“ aufrechtzuerhalten.
Folgende Musiker und auch Freunde des Musikvereins erhielten ihre verdienten Auszeichnungen:

  • Klaus Sigl (Verdienstmedaille in Bronze)
  • Wilhelm Hemmelmayr (Ehrenzeichen in Silber)
  • Johann Mayr und Leo Pilgerstorfer (Ehrenzeichen in Gold)
  • Paula Peterseil (Ehrenbrosche)
  • Franz Tober und Ernst Stütz (Ehrennadel in Silber)

Einige Jungmusiker und Musikerinnen erhielten für ihre Leistungen Abzeichen vom Blasmusikverband (Jungmusikerleistungsabzeichen)

  • JMLA in Bronze: Sebastian Führlinger, Daniel Jank, Dominik Jank, Bernhard Mayr, Carina Robeischl, Sophia Stanger
  • JMLA in Silber: Sonja Bauer, Silke Bauer, Ines Zeitlhofer

Die Bläsertage lockten im November wieder zahlreiche Musikkapellen nach Wartberg. 24 Kapellen stellten sich einer Jury und gaben ihr Bestes im Bereich der Konzertmusik.
Mit den Musikstücken „Die Allgäuische“, „African Wildlife“ und „Pro Wartberg“ traten wir in der Leistungsstufe B an und erreichten einen, für uns enttäuschenden, Sehr guten Erfolg mit 86,5 Punkten.

Viele Freunde des Musikvereins kamen im November ins Gasthaus Dinghofer zum Musikerball, um das Tanzbein zu schwingen. Die Band Golden Gate spielte flotte Tanzmusik. Als Mitternachtseinlage gab es ein Mini-Dancingstars mit vier Tanzpaaren, die sich von einer Jury bewertet wurden.

Der Dezember war geprägt von weihnachtlicher Stimmung. Ein Käse-Brot-Stand beim Weihnachtmarkt brachte eine kleine Summe an zusätzlichem Einkommen.
Mit dem Thema „Woarten und Zualotsen“ wurden Musikfreunde in die Pfarrkirche gelockt um einen Weihnachtkonzert zu lauschen. Es spielte die Flötengruppe der Volksschule, eine Bläsergruppe und die Stub’n-Musi des Musikvereins und es sang der Bauernchor. Zwischen den Liedern wurden besinnliche Texte gelesen.

Damit war ein starkes Veranstaltungsjahr vergangen und endlich bleibt für uns Musiker Zeit zum durchatmen. Wer diese Zeit auf alle Fälle braucht sind die Mitglieder des Vorstandes. Sie bewiesen in diesem Jahr ihr organisatorisches Talent. Kreativität gepaart mit einer Mischung aus fachlichen und praktischem Denken verliehen allen Veranstaltungen einen guten Ruf und hohe Besucherzahlen. Nicht zu vergessen ist die intensiv betriebene Werbung. Durch diese bekamen wir positive Rückmeldungen weit über die regionalen Grenzen hinaus.

  • Werbung: Sehr viel Werbung im vorhinein: Kalender (s.o.), Flyer, Schriftzug aus hölzerne Großbuchstaben in Wiesen und am Straßenrand, Plakate, Bierplattl, Zeitungsberichte, Bus der Fa. Aichinger, T-Shirts, Losverkauf, Homepage, Schriftzug für Heckscheiben an Autos.

Und noch ein Punkt darf nicht vergessen werden, der den Veranstaltungen zur Existenz half: die gute Zusammenarbeit mit der Markt- und Pfarrgemeinde und allen anderen Vereinen in Wartberg.

Natürlich bestand dieses Jahr nicht nur aus den Jubiläumsveranstaltungen. Sämtliche üblichen Ausrückungen nahmen wir natürlich wahr: 3 Frühschoppen, 1 Dämmschoppen, 5 Kirchliche Ausrückungen, 14 Begräbnisse, 5 Ständchen, 39 Proben und 3 weitere Spielereien: Eröffnung der Kläranlage in Pregarten, 20-jähriges Bestandsjubiläum der Fa. Technosert und die Silvesterfeier in der Pflegeanstalt Schloss Haus.

Alle Fotos rund um den Musikverein Wartberg findest du hier ...

  • Gratulationen: Unterstützende Mitglieder, Josef Stegfellner 85 Geburtstag, Johann und Paula Peterseil – Silberhochzeit
  • Werbung (s.o)
  • Musikerjahr 2008 – Jubiläumsjahr 80 Jahre Musikverein – man achte auf das Zahlenspiel 80 – 2008 – Nimm dir Zeit und sei dabei!

Verfasst von Klara Oberhumer